Christopher Schäfer resümiert in einer persönlichen Betrachtung die dieswöchige Kreistagssitzung, in der drei junge Abgeordnete – zu denen auch ich zähle – eine übergeordnete Rolle spielten:

Im Rheingau-Taunus-Kreis gibt es Nachwuchspolitiker, denen man gerne beim Reden zuhört. Solche, die mit ihrer Rhetorik andere mitnehmen, die unterhaltsam Argumente austauschen und im respektvollen Dialog zu demokratischen Entscheidungen kommen.

Bezug nehmend auf meine Rede zum Antrag „Demokratie vor Ort“ berichtet er für den Wiesbadener Kurier:

Nehmen wir den Antrag der Grünen, der Kreis solle ein Förderprogramm „Demokratie vor Ort“ initiieren – eigentlich eine kleine Sache, es geht um 15.000 Euro jährlich. Dominik Lawetzky (Jahrgang 2000) hielt im Namen seiner Partei ein flammendes Plädoyer für die demokratische Bildung: „Ohne sie wäre ich vielleicht abgerutscht ins Extreme, ohne sie wäre ich vielleicht abgehängt worden“, sagte er mit Verweis darauf, dass auch der rechtsextreme Mörder von Walter Lübcke im Rheingau-Taunus-Kreis sozialisiert wurde. Er dankte seinem Elternhaus dafür und warb darum, mit dem Programm auch Jugendliche aus „bildungsfernen“ Elternhäusern für die Demokratie begeistern zu können.

In meiner Rede warb ich für niedrigschwellige Bildungsangebote, durch die Jugendgruppen an Demokratie herangeführt werden:

Ohne die Politisierung, die ich früh erfahren konnte, wäre ich vielleicht abgehängt worden; ohne die demokratische Kultur, die mir gezeigt wurde, wäre ich vielleicht abgerutscht ins Extreme – ob rechts, links oder die politische Ohnmacht; ohne ein demokratisches Miteinander hätte ich nicht die Chance gehabt, all die engagierten Menschen zu kennenzulernen, die ich heute meine Freunde zähle. Ich hatte das Glück, dass ich im richtigen Elternhaus groß wurde; dass ich den richtigen Gruppen angehörte; dass ich mich im richtigen Umfeld bewegen konnte. Dieses Glück teilen wir offenbar. Das darf uns jedoch nicht dazu verleiten, zu glauben, unsere Wahrheit sei die einzige.

Schäfer kommt in seinem Artikel zum schmeichelhaften Fazit:

Im Kreis gibt es also politische Talente mit Potenzial für größere Bühnen. Im Sinne des Kreistags kann man nur hoffen, dass die jungen Männer dem Gremium dennoch treu bleiben.