Heute stimmte der Kreistag dem gemeinsamen Antrag „WLAN für alle in den Schulen“ von Bündnis 90/Die Grünen, CDU, SPD, FDP und FWG zu. Der Antrag sieht vor – beginnend mit dem kommenden Schuljahr 2022/23 – auch Schülerinnen und Schülern den Zugang zum Schul-WLAN zu ermöglichen. Dies war bislang nicht möglich. „Ich bin überglücklich, dass nach drei Monaten Vorbereitungen und Gesprächen mit zahlreichen Beteiligten jetzt Fakten geschaffen wurden“, zeigt sich der federführende Kreistagsabgeordnete Dominik Lawetzky von Bündnis 90/Die Grünen erfreut.

Von allen Seiten habe der Wunsch bestanden, den Missstand endlich anzugehen, dass die Schülerinnen und Schüler, mit ihren eigenen Geräten nicht in der Schule arbeitsfähig sind. Lawetzky habe mit dem Kreisschülerrat, dem Kreiselternbeirat, einigen Schulleitungen und schlussendlich den anderen antragsstellenden Fraktionen gesprochen, um eine gute und umsetzbare Lösung zu finden. „Mir wurde von Schülerinnen auf Instagram geschrieben und ich bin gefragt worden, wann es endlich so weit sei, als sie von dem Vorstoß erfahren haben“, erzählt Lawetzky. Umso erfreulicher sei, dass der Antrag eine beeindruckende Mehrheit hinter sich hatte.

Der Antrag sei ein Meilenstein bei der Schuldigitalisierung – auch weil er mehr Bildungsgerechtigkeit schaffe. „Diejenigen, die sowieso ein Gerät haben und damit gut arbeiten können, brauchen nicht unbedingt ein Leihgerät vom Schulträger“, erklärt der GRÜNE Fraktionsvorsitzende Günter Linke. Demnächst können diese Schülerinnen und Schüler mit ihrem Gerät auch ins Internet – wie auch mit den Leihgeräten des Kreises. Alle datenschutztechnischen Bedenken seien darüber hinaus durch eine neuere Stellungnahme des Landesdatenschutzbeauftragten ausgeräumt. „Der Kreis erlässt eine sogenannte Nutzungsverordnung und schafft damit die Rechtsgrundlage für die WLAN-Nutzung“, begründet Lawetzky. Auch die technische Umsetzung wird in der Antragsbegründung skizziert. So könne durch voneinander getrennte virtuelle Netze sichergestellt werden, dass das schulinterne „pädagogische“ Netzwerk nicht angreifbar wird.