Vor etwa einer Woche erzählte mir eine Freundin begeistert von einem E‑Mail-Newsletter, den sie abonniert habe. Und dann kam – wie es zu befürchten war – die Frage: „Wieso hast du keinen E‑Mail-Newsletter?“

Ich lese (fast) keine E‑Mail-Newsletter bzw. habe mir einen Workaround gebaut, um E‑Mail-Newsletter in Unread, dem RSS-Reader meiner Wahl, lesen zu können. (Dafür nutze ich das praktische Webtool kill-the-newsletter.com, welches eine spezifische E‑Mail-Adresse generiert, die wiederum einen Atom-Feed speist.)

Doch hier wird auch offenbar, wieso viele immer noch den klassischen E‑Mail-Newsletter präferieren: E‑Mail-Adresse angeben, bestätigen – fertig. Dafür wird in Kauf genommen, dass das Postfach zum Hort ungelesener Newsletter wird.

Ein Blick in die Statistik offenbart Erschreckendes: Bei einer Online-Befragung schätzten 27 Prozent der (1009) Befragten, mehr als 20 E‑Mail-Newsletter pro Woche (!) zu erhalten.

Quelle: Statista

In den nächsten Wochen werde ich meine politische Wochenschau (probeweise) per E‑Mail-Newsletter verteilen. Dafür habe ich das Format auch etwas angepasst:

  • Information: Ich wähle für meine politische Wochenschau drei bis fünf Themen aus, die in der Woche in den großen, aber auch den kleineren Medien besprochen wurden. Ziel soll sein, eine Kontroverse darzustellen. Das wird mir sicherlich nicht immer gleich gut gelingen.
  • Service: Ich empfehle jede Woche ein „Produkt“, wobei ich diesen Begriff weit fasse. Buch, Podcast, App oder tatsächliches Produkt – alles vorstellbar.
  • Intervall: Angepeilt ist, dass die politische Wochenschau jedes Wochenende (voraussichtlich sonntags) erscheint. Mit Blick auf den Traffic werde ich den Wochentag gegebenenfalls noch ändern.

Technisch realisiere ich den Newsletter mittels MailPoet. Externe Inhalte – wie der Header – sind auf dem gleichen Server wie diese Seite gehostet (mehr zum Hosting dieser Seite). Die Versand-Adresse blog@dominiklawetzky.de ist über einen Sender Policy Framework (SPF) gesichert, somit sollte der Newsletter auch nicht allzu oft im Spam-Ordner landen (zumindest ist der Spam-Score mit ‑0,2 gering). Und ganz wichtig: Eine Bounce-Adresse, an die alle Non-Delivery-Notifications gehen, damit das Postfach nicht zugemüllt wird.

Abschließend bleibt mir nur, zu sagen, dass der Newsletter erstmal im Beta-Betrieb läuft. Sollten Schwierigkeiten auftreten, freue ich mich über eine kurze E‑Mail oder eine Nachricht über Twitter. Für alle RSS-Liebhaber:innen bleibt alles beim Alten: Der Link zum Feed findet sich im Menü oder einfach bei /feed.