Ticker: SARS-CoV-2-Pan­de­mie

Die­ser Ticker wird rele­van­te Mel­dun­gen aus Wis­sen­schaft, Poli­tik und Wirt­schaft zum soge­nann­ten neu­ar­ti­gen Coro­na­vi­rus abde­cken. Außer­dem fin­den sich hier eini­ge all­ge­mei­ne Fak­ten zum Virus und der durch das Virus indu­zier­ten Erkran­kung.

Der Über­sicht hal­ber ist der Ticker geglie­dert in drei Mel­dun­gen aus Wis­sen­schaft (oran­ge), Poli­tik (grün) und Wirt­schaft (blau). Der Ticker wird mehr­mals täg­lich aktua­li­siert.

In eige­ner Sache: Wir kom­men aktu­ell nicht mehr nach, alle wis­sen­schaft­li­chen Publi­ka­tio­nen, Pre­prints etc. zu lesen; des­we­gen schlie­ßen wir die­sen Ticker. Wer auf dem Lau­fen­den blei­ben will, dem emp­feh­len wir die Sei­ten des Spie­gel sowie Zeit online.

Inhalt

Ticker

Wis­sen­schaft: Aktu­el­le Fall­zah­len für Deutsch­land (25.03.2020, 15:00)

Fol­gen­de inter­ak­ti­ve Gra­fik zeigt die aktu­el­le COVID-19-Fall­zahl und die Ent­wick­lung in Deutsch­land. Die Daten wer­den bezo­gen von der Johns-Hop­kins-Uni­ver­si­tät und täg­lich aktua­li­siert.

Zudem hier eine ein­fach model­lier­te Expo­nen­ti­al­funk­ti­on, die dem reel­len Wachs­tum annä­he­rend ent­spricht und damit gro­be Vor­her­sa­gen mög­lich macht. Wich­tig: Die aktu­ell ein­ge­lei­te­ten Maß­nah­men wir­ken sich mit Ver­zö­ge­rung (Delay) auf die Ent­wick­lung der COVID-19-Infek­tio­nen aus, da die Zeit zwi­schen Infek­ti­on und Mani­fes­ta­ti­on – Inku­ba­ti­ons­zeit genannt – den Impact ver­zö­gert erschei­nen lässt.

Die y‑Achse ist loga­rith­misch ska­liert, wodurch expo­en­ti­el­les Wachs­tum (CASES /​ FORECAST) linie­ar dar­ge­stellt wird; das dient zur Über­sicht. Unten noch­mal die glei­chen Gra­phen mit einer linea­re y‑Ach­sen-Ska­lie­rung.

Hier gelan­gen Sie zu den Gra­fi­ken in Voll­for­mat.

+++ EIL: Pres­se­kon­fe­renz mit Kanz­le­rin Mer­kel /​ umfas­sen­de Ein­schrän­kun­gen des öffent­li­chen Lebens (16.03.2020, 18:35) +++

Soeben gab Regie­rungs­chefin Ange­la Mer­kel umfas­sen­de Maß­nah­men bekannt, die zu weit­rei­chen­den Ein­schrän­kun­gen des öffent­li­chen Lebens füh­ren wer­den.

Eine Über­sicht über die Maß­nah­men fin­den Sie hier.

Wis­sen­schaft: War­um ver­brei­ten sich Viren wie SARS-CoV‑2 expo­nen­ti­ell? (16.03.2020, 08:45)

Die­ser Fra­ge geht die Washing­ton Post nach und illus­triert dafür die Ver­brei­tung von Viren äußerst anschau­lich. In meh­re­ren Gra­fi­ken wer­den die Effek­te von social distancing und ande­ren Maß­nah­men simu­liert.

Hier gelan­gen Sie zum Arti­kel der Washing­ton Post.

Wis­sen­schaft: 3675 bestä­tig­te COVID-19-Fäl­le in Deutsch­land (14.03.2020, 12:00)

Die bestä­tig­ten Fall­zah­len ändern sich der­zeit stünd­lich mehr­fach, den­noch kurz zur Ein­ord­nung die Zah­len (laut Johns-Hop­kins-Uni­ver­si­tät):

  • In Deutsch­land sind 3675 Fäl­le von COVID-19 bestä­tigt. Am stärks­ten betrof­fen ist nach wie vor Nord­rhein-West­fa­len, aber auch Bay­ern und Baden-Würt­tem­berg. Nähe­re Infor­ma­tio­nen zur Ver­tei­lung der Infek­tio­nen fin­den sich auf der Sei­te des Robert-Koch-Insti­tuts.
  • Inter­na­tio­nal sind 145.377 Fäl­le gemel­det, wobei die Zähl­wei­se und die Dun­kel­zif­fer je nach Land vari­iert; die reel­le Fall­zahl liegt mut­maß­lich deut­lich höher.
  • In Ita­li­en – dem euro­päi­schen Kri­sen­herd – sind mitt­ler­wei­le 17.660 Fäl­le gemel­det.

Als klei­ner Hin­weis: Eine ein­fa­che expo­nen­ti­el­le Model­lie­rung des Ver­laufs in Deutsch­land, die Pavel May­er am 9. März auf Twit­ter dar­ge­stellt hat, behält bis heu­te recht. Die Model­lie­rung sah für den 13. März etwa 3700 Fäl­le vor (in Rea­li­tät wur­den etwa 3600 Fäl­le gemel­det).

Poli­tik: Mer­kel betont, dass “uns sehr viel abver­langt wür­de” /​ die aktu­el­le Kri­se sei “außer­ge­wöhn­li­cher als die Ban­ken­kri­se” /​ Schul­be­trieb wird ein­ge­stellt /​ umfas­sen­de Wirt­schafts­hil­fen (14.03.2020, 11:46)

Am Don­ners­tag kamen die Minis­ter­prä­si­den­ten der Län­der und Kanz­le­rin Mer­kel mit Exper­ten aus der Wis­sen­schaft zusam­men, um ihre Maß­nah­men als Reak­ti­on auf die aktu­el­le Kri­se zu koor­di­nie­ren. In der anschlie­ßen­den Pres­se­kon­fe­renz appel­lier­te die Kanz­le­rin an alle: „Wir sind in einer Situa­ti­on, die außer­ge­wöhn­lich ist in jeder Bezie­hung, und zwar, ich wür­de sagen außer­ge­wöhn­li­cher als zu der Zeit der Ban­ken­kri­se.” Jede und jeder ein­zel­ne sei dazu auf­ge­for­dert, sich und sei­ne Mit­men­schen zu schüt­zen, indem sie und er die Sozi­al­kon­tak­te auf ein Mini­mum redu­ziert.

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Der baye­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder beton­te: „Alles, was nicht drin­gend not­wen­dig ist, soll­te man ver­schie­ben. […] Die Lage ver­schlech­tert sich täg­lich.”

Fol­gen­de Maß­nah­men wur­den beschlos­sen:

  • Alle nicht zwin­gend not­wen­di­gen kli­ni­schen Ein­grif­fe sol­len ver­scho­ben wer­den, um das Gesund­heits­sys­tem zu ent­las­ten. Die­se Rege­lung gilt ab Mon­tag für unbe­stimm­te Zeit. Den Kran­ken­häu­sern ver­si­chern Bund und Län­der umfas­sen­de (finan­zi­el­le) Unter­stüt­zung.
  • Ver­an­stal­tun­gen mit über 1000 Teil­neh­mern sind bun­des­weit unter­sagt. Ein­zel­ne Län­der, aber auch Kom­mu­nen haben die Rege­lung ver­schärft: Die hes­si­sche Lan­des­haupt­stadt Wies­ba­den unter­sagt bei­spiels­wei­se alle Ver­an­stal­tun­gen mit mehr als 150 Teil­neh­mern. In etli­chen Kom­mu­nen sind fort­an alle Kul­tur­ein­rich­tun­gen – Muse­en, Kinos, Thea­ter etc. – geschlos­sen.
  • Im Lau­fe des gest­ri­gen Frei­tags haben nach und nach alle Bun­des­län­der bekannt­ge­ge­ben, ihre Kitas und Schu­len zu schlie­ßen bzw. die Schul­pflicht auf­zu­he­ben; eine Not­be­treu­ung fin­det teil­wei­se statt. Auch an den Uni­ver­si­tä­ten kommt es zu mas­si­ven Ein­schrän­kun­gen des Lehr­be­triebs; vie­ler­orts wird das Som­mer­se­mes­ter nach hin­ten ver­scho­ben.
  • Der Bund beschloss zudem umfas­sen­de Wirt­schafts­hil­fen für von durch die Pan­de­mie ver­ur­sach­te Gewinn­ein­bu­ßen gefähr­de­te Unter­neh­men. Dazu gehört unter ande­rem eine Fle­xi­bi­li­sie­rung des Kurz­ar­bei­ter­gel­des, Liqui­di­täts­hil­fen und Stun­dung von Steu­er­zah­lun­gen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Wirt­schafts­hil­fen fin­den Sie hier.

  • Eini­ge Bun­des­län­der, aber auch Kom­mu­nen füh­ren umfas­sen­de Besuchs­ein­schrän­kun­gen für Kran­ken­häu­ser und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen ein.
  • Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um ruft dazu auf, dass sich all die­je­ni­gen in Selbst­qua­ran­tä­ne bege­ben sol­len, die “inner­halb der letz­ten 14 Tage” in Ita­li­en, in der Schweiz oder in Öster­reich waren.
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Poli­tik: Offen­bar Schul­schlie­ßun­gen in Nie­der­sach­sen am Mon­tag /​ Viro­lo­ge Chris­ti­an Dros­ten ten­diert zu Schul­schlie­ßun­gen (12.03.2020, 17:07)

Chris­ti­an Dros­ten, Viro­lo­ge der Ber­li­ner Cha­ri­té, revi­dier­te heu­te im Pod­cast des NDR sei­ne bis­he­ri­ge Ableh­nung gegen­über Schul­schlie­ßun­gen. Mit Bezug auf eine Ana­ly­se zu den Aus­wir­kun­gen der spa­ni­schen Grip­pe 1918 in ame­ri­ka­ni­schen Groß­städ­ten (dar­über hat­ten wir bereits im Ticker berich­tet) ten­diert Dros­ten zur Schlie­ßung von wei­ter­füh­ren­den Schu­len. Der Schlie­ßung von Kin­der­ta­ges­stät­ten und Grund­schu­len hält er wegen der dann feh­len­den Betreu­ung für nicht hilf­reich.

Ande­re Viro­lo­gen wie Alex­an­der Keku­lé for­dern schon län­ger die Schlie­ßung von Schu­len, um die unkon­trol­lier­te Aus­brei­tung des SARS-CoV‑2 zu mini­mie­ren.

Der Neu­en Pres­se zufol­ge beschloss der Kri­sen­stab der nie­der­säch­si­schen Lan­des­re­gie­rung heu­te, die Schu­len in Nie­der­sach­sen von kom­men­den Mon­tag an bis zu den Oster­fe­ri­en zu schlie­ßen: “Die nie­der­säch­si­schen Schü­ler gehen somit frü­hes­tens am 15. April wie­der zur Schu­le.”

Schles­wig-Hol­steins Gesund­heits­mi­nis­ter Hei­ner Garg (FDP) sprach sich für “dras­ti­sche Maß­nah­men zur rech­ten Zeit” aus. Auch Schul­schlie­ßun­gen hal­te er für ein pro­ba­tes Mit­tel. Bei der Ent­schei­dung für oder gegen Schul­schlie­ßun­gen dür­fe die indi­vi­du­el­le Betreu­ungs­si­tua­ti­on kei­ne Rol­le spie­len, da es um die Gesund­heit aller gehe.

Die Stadt Hal­le schließt ab mor­gen alle Kitas, Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten. Die Maß­nah­me gel­te vor­erst bis zum 27. März, erklär­te der Ober­bür­ger­meis­ter Bernd Wie­gand (par­tei­los).

Wirt­schaft: Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Kri­se auf die Bör­sen (12.03.2020, 07:38)

Der Daten­wis­sen­schaft­ler Dani­el Krie­sel hat zwei Visua­li­sie­run­gen erstellt, die den Bör­sen­crash durch die Coro­na-Kri­se mit der Dot­com-Kri­se 2000, der Welt­wirt­schafts­kri­se 2008 und einem klei­nen “Dip” 2018 ver­glei­chen. Die vier Gra­phen fan­gen gleich­ge­setzt bei 0 Pro­zent – rela­tiv für den Wert vor dem Kurs­rück­gang – an. Graph 1 zeigt die Kurs­ent­wick­lung des Deut­schen Akti­en­in­dex; Graph 2 die des US-ame­ri­ka­ni­schen S&P 500 (Stand 10.03.2020 nach Bör­sen­start).

Graph 1
Graph 2

Wis­sen­schaft: Virus­re­pli­ka­ti­on nicht nur in der Lun­ge /​ frü­he­re Ent­las­sun­gen von hos­pi­ta­li­sier­ten COVID-19-Erkrank­ten mög­lich (11.03.2020, 21:37)

Aktu­ell sorgt der Pre­print einer Stu­die für Auf­se­hen, die die Ergeb­nis­se aus Beob­ach­tun­gen der ers­ten baye­ri­schen COVID-19-Fäl­le aus­wer­tet. Bemer­kens­wert an der Stu­die sind neue Erkennt­nis­se bezüg­lich der Infek­tio­si­tät und die dar­aus resul­tie­ren­den Kon­se­quen­zen für die Hand­lungs­pra­xis in Kran­ken­häu­sern.

Der Stu­die zufol­ge repli­ziert sich das Virus auch im obe­ren Rachen­be­reich und lässt sich im Stuhl nach­wei­sen:

“SARS-CoV‑2 can actively repli­ca­te in the upper respi­ra­to­ry tract, and is shed for a pro­lon­ged time after sym­ptoms end, inclu­ding in stool. The­se fin­dings sug­gest adjus­t­ments of cur­rent case defi­ni­ti­ons and re-eva­lua­ti­on of the pro­spects of out­break con­tain­ment.”

Pre­print: „Cli­ni­cal pre­sen­ta­ti­on and viro­lo­gi­cal assess­ment of hos­pi­ta­li­zed cases of coro­na­vi­rus dise­a­se 2019 in a tra­vel-asso­cia­ted trans­mis­si­on clus­ter“

Dem­entspre­chend sind Fäkal-Oral-Infek­tio­nen nicht län­ger aus­zu­schlie­ßen, gleich­wohl die Wahr­schein­lich­keit für eine klas­si­sche Tröpf­chen­in­fek­ti­on signi­fi­kant höher liegt, da sich das Virus nicht nur in der Lun­ge repli­ziert.

Das Immun­sys­tem scheint zügig auf SARS-CoV‑2 zu reagie­ren; Anti­kör­per wer­den bereits nach sechs bis zwölf Tagen gebil­det. Das erklärt, wie­so die Infek­ti­on bei etwa 80 Pro­zent mild ver­läuft. Inter­es­sant ist auch, dass das Virus auch kurz nach der Sero­kon­ver­si­on noch nach­weis­bar ist: “Rather, sero­con­ver­si­on ear­ly in week 2 coin­ci­des with a slow but steady decli­ne of spu­tum viral load.” Als Sero­kon­ver­si­on wird die erfolg­rei­che Bil­dung von Anti­kör­pern gegen einen Erre­ger im Rah­men einer Immun­re­ak­ti­on bezeich­net. Die Autoren der Stu­die wei­sen dar­auf hin, dass sich aus die­ser Erkennt­nis über die Immun­re­ak­ti­on auf SARS-CoV‑2 Kon­se­quen­zen für die Impf­stoff­ent­wick­lung sowie das Ent­las­sungs­ma­nage­ment in Kran­ken­häu­sern erge­ben:

“Based on the pre­sent fin­dings, ear­ly dischar­ge with ensuing home iso­la­ti­on could be cho­sen for pati­ents who are bey­ond day 10 of sym­ptoms with less than 100,000 viral RNA copies per ml of spu­tum. Both cri­te­ria pre­dict that the­re is litt­le resi­du­al risk of infec­ti­vi­ty, based on cell cul­tu­re.”

Pre­print: „Cli­ni­cal pre­sen­ta­ti­on and viro­lo­gi­cal assess­ment of hos­pi­ta­li­zed cases of coro­na­vi­rus dise­a­se 2019 in a tra­vel-asso­cia­ted trans­mis­si­on clus­ter“

Pre­prints von Stu­di­en wur­den noch kei­nem Peer-Review (Zwei-Augen-Prin­zip) unter­zo­gen und könn­ten metho­di­sche Schwach­stel­len und/​oder Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen auf­wei­sen.

Zum Pre­print der Stu­die gelan­gen Sie hier.

+++ EIL +++ WHO bewer­tet SARS-CoV-2-Ver­brei­tung als Pan­de­mie +++ EIL +++

Am Mitt­woch­nach­mit­tag (MEZ) gab die World Health Orga­niz­a­ti­on (WHO) bekannt, sie bewer­te die aktu­el­le Lage fort­an als Pan­de­mie. Der WHO-Gene­ral­di­rek­tor Tedros Adha­nom Ghe­breye­sus äußer­te Besorg­nis über das „alar­mie­ren­de Niveau der Untä­tig­keit“ bei der Bekämp­fung von SARS-CoV‑2.

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Wis­sen­schaft: Drit­ter Todes­fall /​ mitt­ler­wei­le über 1600 bestä­tig­te Infek­tio­nen in Deutsch­land (11.03.2020, 15:03)

Anga­ben des Cen­ter for Sys­tems Sci­ence and Engi­nee­ring (CSSE) der Johns-Hop­kins-Uni­ver­si­tät zufol­ge sind in Deutsch­land der­zeit 1622 Fäl­le regis­triert. Der viel betrof­fe­ne Kreis Heins­berg ver­mel­de­te kürz­lich einen drit­ten Todes­fall an COVID-19. Allein im nord­rhein-west­fä­li­schen Kreis Heins­berg sind an die 700 Infek­tio­nen gemel­det; er zählt damit zu den beson­ders betrof­fe­nen Gebie­ten Deutsch­lands.

Poli­tik: Mer­kel und Spahn raten ein­dring­lich von Groß­ver­an­stal­tun­gen ab (Stand 11.03.2020, 14:35)

In der heu­ti­gen Pres­se­kon­fe­renz stell­te sich Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) hin­ter ihren Gesund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU): „Ich fin­de, dass Jens Spahn einen tol­len Job macht“. Dar­über hin­aus wies sie auf die Dyna­mik der Lage hin. Der Wis­sens­stand wür­de sich über die nächs­ten Woche kon­ti­nu­ier­lich ändern. Dafür sol­le die Wis­sen­schaft umfas­sen­de Unter­stüt­zung erhal­ten.

Mer­kel gehe schluss­end­lich von einer Durch­seu­chungs­ra­te von 60 bis 70 Pro­zent aus. Bei allen Maß­nah­men gehe es nun dar­um, die Geschwin­dig­keit, mit der sich das Virus ver­brei­tet, zu ver­rin­gern, um so eine Über­las­tung des Gesund­heits­sys­tems zu ver­mei­den.

Sowohl Mer­kel als auch Spahn emp­fah­len ein­dring­lich, Ver­an­stal­tun­gen mit über 1000 Teil­neh­mern zu ver­bie­ten. Spahn appel­lier­te dies­be­züg­lich, dass gesund­heit­li­che Inter­es­sen aktu­ell höher wie­gen als öko­no­mi­sche.

Der Prä­si­dent der Robert-Koch-Insti­tuts Lothar H. Wie­ler kon­sta­tier­te, dass wir uns erst am Anfang befin­den. Mit Hin­blick auf die Situa­ti­on in Ita­li­en hät­ten wir jetzt die Mög­lich­keit, eine Über­las­tung des Gesund­heits­sys­tem wie dort zu ver­hin­dern, indem wir alle einen Teil dazu bei­tra­gen.

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Poli­tik: Pres­se­kon­fe­renz mit Mer­kel und Spahn (Stand 11.03.2020, 10:35)

Heu­te, um 11:30 soll eine Pres­se­kon­fe­renz mit Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel und Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn statt­fin­den.

Wis­sen­schaft: Dis­sens bei Pro­gno­sen (Stand 11.03.2020, 10:34)

Alex­an­der Keku­lé, Direk­tor des Insti­tuts für Medi­zi­ni­sche Mikro­bio­lo­gie des Uni­kli­ni­kums Hal­le, wen­det sich gegen die Pro­gno­sen von Chris­ti­an Dros­ten, Chef­vi­ro­lo­ge an der Ber­li­ner Cha­ri­té.

Keku­lé hält das Worst-Case-Sze­na­rio Dros­tens von bis zu 250.000 Toten in Deutsch­land für unrea­lis­tisch. Er gehe schlimms­ten­falls von 40.000 Toten aus.

Nicht nur in die­ser Ange­le­gen­heit sind sich die bei­den nicht einig: Keku­lé plä­dier­te schon früh für Schul­schlie­ße­un­gen, was wie­der­um Dros­ten für nicht sinn­voll erach­tet.

Sol­cher Dis­sens ist in der Wis­sen­schaft nicht unüb­lich, vor allem da es um Pro­gno­sen geht. Die Unei­nig­keit bei der Pro­gno­se ändert jedoch nichts am Ernst der Lage.

Poli­tik: Horst See­hofer nega­tiv getes­tet /​ WHO sagt Tref­fen ab /​ alle Sit­zun­gen und Ver­an­stal­tun­gen des EU-Par­la­ments für nächs­te Woche annul­liert (Stand 10.03.2020, 23:33)

Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­hofer ist nicht mit SARS-CoV‑2 infi­ziert. Er befand sich seit ges­tern in Qua­ran­tä­ne auf­grund des Ver­dachts einer Infek­ti­on im Kon­takt mit einem Infi­zier­ten.

Die Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on WTO hat für die kom­men­den Tage sämt­li­che Tref­fen abge­sagt, da sich einer ihrer Mit­ar­bei­ter mit SARS-CoV‑2 infi­ziert hat.

Dar­über hin­aus berich­ten Abge­ord­ne­te des Euro­päi­schen Par­la­ments, dass nächs­te Woche kei­ne Sit­zun­gen sowie Ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den sol­len.

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Wis­sen­schaft: Was brin­gen all die Maß­nah­men? (Stand 10.03.2020, 18:31)

Die­se Gra­fik zeigt, wie­so Ver­bo­te von öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen sinn­voll sind, um die Ver­brei­tungs­ge­schwin­dig­keit und die Zahl der Toten bei Epi­de­mien zu redu­zie­ren. Ver­gli­chen wird die Todes­ra­te je 100.000 Ein­woh­nern in Phil­adel­phia und St. Lou­is wäh­rend der Influ­en­za-Epi­de­mie 1918. Im Gegen­satz zu Phil­adel­phia wur­den in St. Lou­is umfas­sen­de „social distancing“-Maßnahmen umge­setzt.

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Die Gra­fik ist der Stu­die „Public health inter­ven­ti­ons and epi­de­mic inten­si­ty during the 1918 influ­en­za pan­de­mic“ aus dem Jahr 2007 ent­nom­men. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Stu­die fin­den Sie hier.

Wis­sen­schaft: Aktu­el­le Fall­zah­len und gra­phi­sche Dar­stel­lung (Stand 10.03.2020, 17:27)

Die aktu­el­len Fall­zah­len fin­den sich auf der inter­ak­ti­ven Web­site des Johns-Hop­kins-Insti­tuts.

Wis­sen­schaft: SARS-CoV‑2 wird als Pan­de­mie durch­lau­fen, kein sai­so­na­ler Effekt (Stand 10.03.2020, 17:27)

Neus­ten epi­de­mio­lo­gi­schen Model­lie­run­gen zufol­ge wird der Früh­ling SARS-CoV‑2 bei der Aus­brei­tung weni­ger aus­brem­sen als ange­nom­men. Prof. Dr. Chris­ti­an Dros­ten, Viro­lo­ge an der Ber­li­ner Cha­ri­té, sag­te am gest­ri­gen Mon­tag wäh­rend einer Pres­se­kon­fe­renz, dass „der sai­so­na­le Effekt auf die­se Viren nicht so groß ist, wie auf eini­ge ande­re Erkäl­tungs­vi­ren“. Wei­ter­füh­rend erklär­te er, dass auch die Aus­brei­tungs­ge­schwin­dig­keit nur gering­fü­gig durch höhe­re Tem­pe­ra­tu­ren beein­flusst wür­de.

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Eini­ge Wis­sen­schaft­ler argu­men­tie­ren bereits, dass COVID-19 zu einer Art neu­en sai­so­na­len Erkran­kun­gen wer­den könn­te – ähn­lich wie die Grip­pe (Influ­en­za).

Die Aus­brei­tung von Viren erfolgt expo­nen­ti­ell (genau genom­men loga­rith­misch). Die Grund­la­gen dazu wer­den in die­sem You­tube-Video von „3Blue1Brown“ erklärt.

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Poli­tik: Hes­si­scher Sozi­al­mi­nis­ter emp­fielt Absa­ge von Ver­an­stal­tun­gen mit über 1000 Teil­neh­mern (Stand 10.03.2020, 16:36)

Bis­her gab der Hes­si­sche Sozi­al­mi­nis­ter Kai Klo­se (Bünd­nis 90/​Die Grü­nen) nur eine Emp­feh­lung ab. In Thü­rin­gen, Bre­men, Bay­ern und Schles­wig-Hol­stein sind Ver­an­stal­tun­gen mit über 1000 Teil­neh­mern bereits unter­sagt.


Emp­feh­lun­gen


Was jeder tun kann?

Wenn Sie sich krank füh­len, rufen Sie Ihren Haus­arzt oder haus­ärzt­li­chen Not­dienst (Tele­fon­num­mer: 116117) an. Soll­ten Sie Kon­takt zu einem Infi­zier­ten gehabt haben oder aus einem vom Robert-Koch-Insti­tut aus­ge­wie­se­nen Risi­ko­ge­biet zurück­ge­kehrt sein und tre­ten bei Ihnen grip­pear­ti­ge Sym­pto­me auf, gehen Sie nicht ohne vor­he­ri­ge Abspra­che in eine Arzt­pra­xis oder ein Kran­ken­haus. Ver­mei­den Sie unnö­ti­ge Kon­tak­te.

Wie kann ich hel­fen, mich selbst und ande­re zu schüt­zen?

  • Ver­mei­den Sie engen Kon­takt mit kran­ken Men­schen.
  • Ver­mei­den Sie, Ihre Augen, Nase und Mund mit unge­wa­sche­nen Hän­den zu berüh­ren.
  • Waschen Sie Ihre Hän­de oft mit Was­ser und Sei­fe für min­des­tens 20 Sekun­den.
  • Ver­wen­den Sie ein Hand­des­in­fek­ti­ons­mit­tel auf Alko­hol­ba­sis (begrenzt viru­zid /​ viru­zid), wenn kei­ne Sei­fe und kein Was­ser zur Ver­fü­gung ste­hen.

Gründ­li­ches Waschen mit Sei­fe wirkt nach­weis­lich ähn­lich gut gegen SARS-CoV‑2 wie Des­in­fek­ti­ons­mit­tel.

Ein­fa­cher Mund-Nasen-Schutz, wie ihn Pfle­ger und Ärz­te bei Ope­ra­tio­nen tra­gen, schützt nicht vor einer Anste­ckung mit SARS-CoV‑2. „Das ist mehr eine Fra­ge der Rück­sicht auf ande­re. Sie sol­len mit der Mas­ke vor den eige­nen Kei­men geschützt wer­den“, sagt Tho­mas Por­st­ner, Geschäfts­füh­rer beim Bun­des­ver­band des phar­ma­zeu­ti­schen Groß­han­dels (PHAGRO).

Was Sie tun soll­ten, wenn Sie krank sind, um die Ver­brei­tung des Virus zu ver­hin­dern?

  • Blei­ben Sie zu Hau­se, wenn Sie krank sind.
  • Decken Sie Ihren Hus­ten oder Nie­sen mit einem Taschen­tuch ab, dass Sie danach ent­sor­gen.
  • Rei­ni­gen und des­in­fi­zie­ren Sie häu­fig berühr­te Gegen­stän­de und Ober­flä­chen.

Krank­mel­dun­gen bzw. Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gun­gen (AU) sind der­zeit auch ohne Vor­stel­lig­wer­den beim Arzt tele­fo­nisch zu bekom­men.

Wei­te­re Hand­lungs­emp­feh­lun­gen fin­den Sie hier.

Über­sicht zu COVID-19

Bezeich­nung

Umgangs­sprach­lich wird meist von dem Coro­na­vi­rus gespro­chen. Das ist inso­fern nicht ganz rich­tig, als dass Coro­na­vi­ren eine Fami­lie von Viren sind: die Coro­na­vi­ri­dae. Zu die­ser Fami­lie gehö­ren auch das Virus, das für die SARS-Pan­de­mie 2002/​2003 ver­ant­wort­lich war, sowie das 2012 neu auf­ge­kom­me­ne MERS (Midd­le East respi­ra­to­ry syn­dro­me coro­na­vi­rus).

Auf Vor­schlag der Coro­na­vi­rus Stu­dy Group (CSG) des Inter­na­tio­nal Com­mit­tee on Taxo­no­my of Viru­ses (ICTV) nennt die World Health Orga­niz­a­ti­on (WHO) das neu­ar­ti­ge Virus: SARS-CoV‑2. Die­ser kom­ple­xe Name steht für seve­re acu­te respi­ra­to­ry syn­dro­me coro­na­vi­rus 2, frei über­setzt: ein schwer­wie­gen­des aku­tes Atem­wegs­syn­drom aus­lö­sen­des Coro­na­vi­rus 2.

Die durch das Virus indu­zier­te, also aus­ge­lös­te Erkran­kung nennt die WHO seit Febru­ar 2020 COVID-19: coro­na­vi­rus desea­se 2019.

Infek­ti­ons­we­ge und Infek­tio­si­tät

Nach aktu­el­lem Kennt­nis­stand fin­det die Infek­ti­on pri­mär über Par­ti­kel statt, die beim Hus­ten einer infi­zier­ten Per­son in die Luft gelan­gen. Beim direk­ten Ein­at­men die­ser Viruspar­ti­kel kann es zur Infek­ti­on kom­men (Tröpf­chen­in­fek­ti­on). Jedoch muss an die­ser Stel­le gesagt sein, dass zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt kei­ne “epi­de­mio­lo­gi­schen Stu­di­en, die dies unter­mau­ern […] iden­ti­fi­ziert” wer­den konn­ten (​SARS-CoV‑2 Steck­brief zur Coro­na­vi­rus-Krank­heit-2019 (COVID-19)​, 2020). Pre­prints bestä­ti­gen die Arbeits­the­se, dass SARS-CoV‑2 vor­ran­gig über respi­ra­to­ri­sche Tröpf­chen über­tra­gen wird.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Tröpf­chen­in­fek­tio­nen fin­den Sie hier.

Dar­über hin­aus kann die Infek­ti­on über mit Viruspar­ti­kel besetz­te Flä­chen erfol­gen (frü­her: Schmier­in­fek­ti­on, heu­te: Kon­takt­in­fek­ti­on). Die­ser Über­tra­gungs­weg spielt jedoch eine “unter­ge­ord­ne­te Rol­le” (​SARS-CoV‑2 Steck­brief zur Coro­na­vi­rus-Krank­heit-2019 (COVID-19)​, 2020).

Das Virus konn­te auch in Stuhl­pro­ben nach­ge­wie­sen wer­den: “SARS-CoV‑2 can actively repli­ca­te in the upper respi­ra­to­ry tract, and is shed for a pro­lon­ged time after sym­ptoms end, inclu­ding in stool“ ​(Woel­fel et al., 2020)​.

Als Infek­tio­si­tät wird der Erfolg eines Virus, mög­lichst vie­le Wir­te zu infi­zie­ren, bezeich­net; häu­fig wird in die­sem Zusam­men­hang auch von Fit­ness gespro­chen. Aus epi­de­mio­lo­gi­scher Sicht ist ins­be­son­de­re die Basis­re­pro­duk­ti­ons­zahl R0 von Bedeu­tung. R0 sagt aus, wie groß die “Zahl der Zweit­in­fek­tio­nen [ist], die von einem Fall aus­ge­hen” (​SARS-CoV‑2 Steck­brief zur Coro­na­vi­rus-Krank­heit-2019 (COVID-19)​, 2020). Das Robert-Koch-Insti­tut gibt R0 der­zeit zwi­schen 2,4 und 3,3 an (​SARS-CoV‑2 Steck­brief zur Coro­na­vi­rus-Krank­heit-2019 (COVID-19)​, 2020).

Risi­ko­grup­pen

Als vul­nera­bel gel­ten vor allem älte­re Men­schen (ca. über 65 Jah­ren). Zu den Risi­ko­fak­to­ren zäh­len:

  • hohes Alter
  • Dia­be­tes /​ Adi­po­si­tas
  • Vor­er­kran­kun­gen am Her­zen (v. a. Hyper­to­nie) und/​oder den Atem­we­gen (z. B. Asth­ma) ​(Schmidt, 2020)​

In einem am 28. Febru­ar ver­öf­fent­lich­ten Arti­kel der chi­ne­si­schen Wis­sen­schaft­ler Zhang­kai J. Cheng und Jing Shan heißt es: “All age groups can be infec­ted. Accord­ing to Bin Cao, the Exe­cu­ti­ve vice Pre­si­dent at the Insti­tu­te of Respi­ra­to­ry Medi­ci­ne, Chi­ne­se Aca­de­my of Medi­cal Sci­en­ces, 72% con­fir­med infec­tion cases are aged 40 and abo­ve, 64% are male. 40% pati­ents also have other under­ly­ing dise­a­ses such as dia­be­tes and high blood pres­su­re” ​(Cheng & Shan, 2020)​.

Risi­ko­fak­tor Rau­chen

Bezüg­lich des Risi­ko­fak­tors Rau­chen heißt es in einem Pre­print: “Recent­ly, stu­dies found that 2019-nCov and SARS-nCov share the same recep­tor, ACE2. […] We obser­ved signi­fi­cant­ly hig­her ACE2 gene expres­si­on in for­mer smoker’s lung com­pa­red to non-smoker’s lung.” ​(Inoue et al., 2007)​ SARS-CoV‑2 bin­det unter ande­rem mit sei­nen S‑Proteinen an die ACE-2-Rezep­to­ren der Lun­ge. In Fol­ge des­sen kommt es über einen kom­ple­xen bio­che­mi­schen Pro­zess zur Injek­ti­on des vira­len Erb­gu­tes in Lun­gen­zel­len. Eine erhöh­te Anzahl von ACE-2-Rezep­to­ren erhöht das Risi­ko einer Virus-Bin­dung und damit die Vul­nera­bi­li­tät.

Wie immer gilt: Pre­prints von Stu­di­en wur­den noch kei­nem Peer-Review (Zwei-Augen-Prin­zip) unter­zo­gen und könn­ten metho­di­sche Schwach­stel­len und/​oder Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen auf­wei­sen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Risi­ko­grup­pe fin­den Sie hier.

Sym­pto­ma­tik

Zu den häu­figs­ten Sym­pto­men von COVID-19 zäh­len (CDC, 2020):

  • Fie­ber (häu­fig)
  • tro­cke­ner Hus­ten (häu­fig)
  • Kurz­at­mig­keit (manch­mal)
  • Kopf­schmer­zen (manch­mal)
  • Müdig­keit (manch­mal)
  • (Körper-)Schmerzen (manch­mal)
  • lau­fen­de Nase (sel­ten)
  • Durch­fall (sel­ten)

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu der Sym­pto­ma­tik fin­den Sie hier.

Ver­lauf

Nach Infek­ti­on mit SARS-CoV‑2 dau­ert es durch­schnitt­lich (im Medi­an) fünf bis sechs Tage bis die Erkran­kung beginnt. Die­se Pha­se wird als Inku­ba­ti­ons­zeit bezeich­net. Die Inku­ba­ti­on dau­ert zwi­schen einem und 14 Tagen.

Aller­dings erkran­ken bei wei­tem nicht alle Infi­zier­ten. Die Mess­grö­ße, mit der dies beschrie­ben wird, nennt sich Mani­fes­ta­ti­ons­in­dex. Aktu­ell kön­nen dahin­ge­hend kei­ne vali­den Wer­te genannt wer­den. Vor­aus­sicht­lich erkran­ken etwa 60 Pro­zent der Infi­zier­ten. Dar­aus lässt sich kei­ne Aus­sa­ge über die Schwe­re der Erkran­kung ablei­ten. Bei einem Groß­teil der Infi­zier­ten ver­läuft COVID-19 mild, nur in etwa 20 Pro­zent aller Fäl­le kommt es zu einem kri­ti­schen Zustand.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Krank­heits­ver­lauf fin­den Sie hier.

  1. Cheng, Z. J., & Shan, J. (2020). 2019 Novel coro­na­vi­rus: whe­re we are and what we know. In Infec­tion. https://doi.org/10.1007/s15010-020–01401‑y
  2. Inoue, Y., Tana­ka, N., Tana­ka, Y., Inoue, S., Mori­ta, K., Zhuang, M., Hat­to­ri, T., & Suga­mu­ra, K. (2007). Clath­rin-depen­dent ent­ry of seve­re acu­te respi­ra­to­ry syn­dro­me coro­na­vi­rus into tar­get cells expres­sing ace2 with the cyto­plas­mic tail dele­ted. In Jour­nal of Viro­lo­gy (No. 16; Vol. 81, pp. 8722–8729). https://doi.org/10.1128/JVI.00253–07
  3. SARS-CoV‑2 Steck­brief zur Coro­na­vi­rus-Krank­heit-2019 (COVID-19). (2020). https://​www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​I​n​f​A​Z​/​N​/​N​e​u​a​r​t​i​g​e​s​_​C​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​S​t​e​c​k​b​r​i​e​f​.​h​t​m​l​#​d​o​c​1​3​7​7​6​7​9​2​b​o​d​y​T​e​xt1
  4. Schmidt, J. (2020). Herz­pa­ti­en­ten trifft Coro­na­vi­rus-Infek­ti­on beson­ders hef­tig. https://​www​.sprin​ger​me​di​zin​.de/​c​o​v​i​d​-​1​9​/​h​y​p​e​r​t​o​n​i​e​/​h​e​r​z​p​a​t​i​e​n​t​e​n​-​t​r​i​f​f​t​-​c​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​-​i​n​f​e​k​t​i​o​n​-​b​e​s​o​n​d​e​r​s​-​h​e​f​t​i​g​/​1​7​6​9​5​134
  5. Woel­fel, R., Cor­man, V. M., Gug­ge­mos, W., Seil­mai­er, M., Zan­ge, S., Muel­ler, M. A., Nie­mey­er, D., Voll­mar, P., Rothe, C., Hoel­scher, M., Blei­cker, T., Bru­en­ink, S., Schnei­der, J., Ehmann, R., Zwir­glmai­er, K., Dros­ten, C., & Wendt­ner, C. (2020). Cli­ni­cal pre­sen­ta­ti­on and viro­lo­gi­cal assess­ment of hos­pi­ta­li­zed cases of coro­na­vi­rus dise­a­se 2019 in a tra­vel-asso­cia­ted trans­mis­si­on clus­ter. Infec­tious Dise­a­ses (except HIV/​AIDS). https://​doi​.org/​1​0​.​1​1​0​1​/​2​0​2​0​.​0​3​.​0​5​.​2​0​0​3​0​502

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In der Poli­ti­schen Wochen­schau grei­fe ich aktu­el­le Ereig­nis­se aus Poli­tik und Wirt­schaft auf, die ich eines kri­ti­schen Bli­ckes unter­zie­he und (teil­wei­se) wis­sen­schaft­lich ana­ly­sie­re. Die Wochen­schau erscheint (meist) sonn­tags.

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